Ab 40 % Umsatzrückgang zum Vorjahr können seit 16. Februar betroffene Unternehmen mit dem Ausfallbonus 30 % Ersatz erhalten. 15 % davon sind Vorauszahlung auf den komplexer zu beantragenden Fixkostenzuschuss II. Dieser muss verpflichtend vom Steuerberater erledigt werden. Alternativ können nur 15 % im Sinnes des Umsatzersatzes beantragt werden. 

Stand: 12. Februar

Der Antrag zum Fixkostenzuschuss ist aufgrund der Anforderungen kein Antrag, der rasch übermittelt werden kann, sondern tendenziell eher erst im Zuge des Jahresabschlusses vom Steuerberater erledigt wird und sonst eher mehr Kosten als Nutzen stiftet. Aufgrund des finanziellen Engpasses, der daraus bei den betroffenen Unternehmen entstehen kann, hat die Bundesregierung nun reagiert. Mit dem selbstständig vom betroffenen Unternehmen beantragbaren Ausfallbonus sollen Unternehmen 30 % des Umsatzausfalles im Vergleich zum jeweiligen Monat des Jahres 2019 ersetzt bekommen. Dies ist für den Zeitraum 1.1.2021 bis 30.06.2021 geplant und gilt, wenn das Unternehmen einen Umsatzausfall von mindestens 40 % verzeichnet. Wichtig: Wird für die Monate November und Dezember 2020 ein Ausfallbonus beantragt, kann später kein Umsatzersatz für indirekt betroffene Unternehmen beantragt werden. 

Ausfallbonus soll schnell liquide Mittel schaffen

Laut aktuellem Stand soll der Ausfallbonus ab 16. Februar über FinanzOnline beantragbar sein (bis zum 15. des drittfolgenden Monats möglich) und zwar selbst ohne Steuerberater. Die 30% Ersatzquote bestehen aus 15% Ausfallsbonus im engeren Sinn und die restlichen 15 % stellen einen Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss 800.000 (=Fixkostenzuschuss II) dar. Der Ausfallbonus ist mit EUR 60.000,00 gedeckelt. 

Im Vergleich zum Fixkostenzuschuss kann der Ausfallbonus vom betroffenen Unternehmen selbstständig beantragt werden. Ein Steuerberater ist verpflichtend für den Antrag des Fixkostenzuschusses beizuziehen! Es ist auch möglich nur 15 % vom Ausfallbonus zu beantragen, um später keinen Fixkostenzuschussantrag vom Steuerberater abgeben zu müssen. 

Doris Wagner, SW Steuerberatung

Verpflichtung: Unternehmen, die den Ausfallbonus beantragen, müssen auch einen Antrag auf den Fixkostenzuschuss II stellen. Daneben soll es auch die Möglichkeit geben, ohne Vorschuss nur den Zuschuss zu beantragen (ohne FKZ II-Antrag).  Die Überprüfung des Umsatzeinbruches erfolgt im Nachhinein durch einen Steuerberater bei Abgabe des Fixkostenzuschuss II-Antrages.

Der Vorschuss wird bei Beantragung des Fixkostenzuschuss II auf den vorläufig auszuzahlenden Betrag von 80% der ersten Tranche angerechnet werden. Wurde die erste Tranche bereits ausbezahlt, erhalten Unternehmen keinen Vorschuss.

Übrigens: Der EU-Beihilfendeckel von 800.000 Euro wurde auf 1,8 Mio. Euro angehoben.

Für große Unternehmen steht alternativ das Modell des Verlustersatzes mit bis zu 3 Mio. Euro zur Verfügung.

Details unter: BMF-Ausfallsbonus oder fragen Sie direkt bei uns nach!