Corona bringt die Welt ins Wanken. Wir haben Unternehmer, Selbstständige und Führungskräfte in unserem Umfeld befragt, wie sie die Krise erlebt haben. Gregor Rossmann, Inhaber von BusinessVital, begleitet als Coach Unternehmer, Führungskräfte, Leistungssportler und gesundheitsbewusste Menschen bei ihren individuellen Weiterentwicklungen und erzählt aus seiner Perspektive, wie er den Lockdown erlebt hat und gibt mentale Tipps für Krisensituationen.    

 

Unsere Reihe SW Corona Einblicke setzen wir mit Gesundheitscoach Gregor Rossmann fort, der seine Berufung zum Beruf gemacht hat. Den Corona-Lockdown hat der Coach und Autor des Buches „Vital durch das Feuer“ mit sehr gemischten Gefühlen erlebt, wie er berichtet: „Durch Corona ist ein Großteil meines Geschäfts weggebrochen. Ich war gezwungen radikal meinen Plan zu ändern und die Zeit für Projekte zu nutzen, für die ich vorher keine Zeit hatte.“ Seminare und Coachings online abzuhalten, war nur eingeschränkt möglich. In den Unternehmen lief und läuft der Krisenmodus.

Auf die eigenen Stärken vertrauen

Gregor Rossmann stellt sich den Herausforderungen mit der nötigen mentalen Power: „Wichtig war es, ruhig zu bleiben, obwohl ein Storno nach dem anderen reingekommen ist und zu schauen, wo es Alternativen gibt, mit denen man jetzt arbeiten kann.“ Einige neue Online-Formate für Unternehmen wurden in der Zeit entwickelt sowie Online-Coachings durchgeführt und dennoch bringt der Blick in Gegenwart und Zukunft wenig Grund zur Euphorie. Gregor Rossmann erklärt wieso: „Seminare, so wie ich sie für Unternehmen durchführe, sind in nächster Zeit dort nicht relevant. Der Lockdown war in Wahrheit das geringste Problem. Die Krise beginnt erst.“ Für viele Unternehmer und Selbstständige treten solche Aussichten gerne gepaart mit drüben Wolken auf, die im Kopf täglich aufpoppen. Gregor Rossmann hat die Techniken, um aus der Krise mental gestärkt hervorzugehen, und verrät wie: „Ganz wichtig ist es, mit einer positiven inneren Haltung an die Sache heranzugehen. Man kann natürlich auf Gott und die Welt schimpfen und in allem das Schlechte sehen. Aber ich glaube, es ist wichtig, positiv nach vorne zu schauen und Vertrauen zu fassen, dass das, was man machen wird, auch gut sein wird. Im Endeffekt zeigt die Krise, wie wichtig es ist, sich auf die eigenen Stärken zu verlassen, denn in Zeiten von Krisen ist man auf sich alleine gestellt.“

Wenn Motivation zu wenig ist

In guten Zeiten gilt es also nicht nur finanziell vorzusorgen, sondern auch mental, wie die aktuelle Lage beweist. Eigenmotivation ist dabei aber zu wenig, wie Gregor Rossmann erklärt: „Ich habe beispielsweise das große Glück, dass ich das machen kann, was mir besonders Spaß macht. Wenn ich mich als Unternehmer oder Selbstständiger motivieren muss, dann bin ich falsch im Geschäft und muss etwas ganz anderes verändern.“

 

Beschleunigungs-Tipp von Gregor Rossmann, um das eigene Unternehmen mit guten Entscheidungen für die Zukunft fit zu machen:

Auf jeden Fall hilft es, sich bewusst zu machen, dass es überall dort, wo es runtergeht, auch wieder mal raufgeht. Es stellt sich die Frage: Was muss ich verändern, um diese Zeit gut zu überstehen? Aktuell gilt es zu schauen, wo man ausmisten und Ballast abwerfen kann und mit welchen Dingen ein Fortbestand des Betriebes gewährleistet wird. Danach gilt es die mutigen Schritte, die dazugehören, zu gehen. Als Unternehmer und Selbstständiger muss ich Entscheidungen treffen, die nicht immer für alle angenehm sind. Man braucht viel Stärke, Konsequenz und Disziplin, um Dinge zu verändern. Ich rate jedem mutige Entscheidungen zu treffen.


Entschleunigungs-Tipp von Gregor Rossmann, um nach stressigen Tagen einen klaren Kopf zu bekommen:

Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und zu schauen, was dringend notwendig ist. Dass, was dringend zu tun ist, soll getan werden. Dinge, die nicht funktionieren, gilt es loszulassen. Und es ist wichtig, die Zuversicht zu haben, dass es wieder aufwärtsgeht. Alles wird gut!

 

Mehr über Gregor Rossmann erfahren.

Zu allen Beiträgen aus der Serie SW Corona Einblicke.