Corona bringt die Welt ins Wanken. Wir haben Unternehmer, Selbstständige und Führungskräfte in unserem Umfeld befragt, wie sie die Krise erlebt haben. Natascha Weber, Hoteldirektorin vom Grand Hotel Wiesler in Graz, hat hautnah die Krise in der schwer getroffenen Gastronomie / Hotellerie bzw. im Tourismus erlebt.

 

Die großen Herausforderungen in der Hotel- und Tourismusbranche gingen und gehen mit der herrschenden Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung einher. Der Lockdown kam für Natascha Weber sehr plötzlich: „Es war im ersten Moment für mich der totale Schock, weil ich überhaupt nicht damit gerechnet habe, vor allem nicht in diesem Ausmaß.“, erzählt die sympathische Direktorin. Nach dem ersten Schock kam gleich der zweite Schock wie Natascha Weber berichtet:Es war wohl der schwerste Moment seit meiner Zeit als Direktorin im Grand Hotel Wiesler. Ich musste den Mitarbeitenden in einem Meeting mitteilen, dass wir tatsächlich unseren Betrieb schließen und wir nicht wissen, wie es weitergehen wird.“ Da die Kommunikation in der Krise entscheidend ist, machte sich Natascha Weber daran diese für das gesamte Team bestmöglich zu gestalten. Das Ziel: Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Angst zu nehmen, – soweit wie eben überhaupt möglich: „Ich habe während dieser Zeit versucht, die Crew immer am Laufenden zu halten, indem ich ihnen die aktuelle Vorgehensweise und die Planungen mitgeteilt habe.“

 

Trotz Spannung, Entspannung für den Körper

Etwas Gutes hatte der Lockdown am Ende doch. Da die intensive körperliche Tätigkeit bei vielen Mitarbeitenden weggefallen ist, konnten diese sich physisch einmal so richtig erholen. Ein hoher Entspannungsfaktor also, wenn da nicht noch eine Sache gewesen wäre: „Der eigene Körper hatte gut Zeit, um sich zu erholen, jedoch mit dem negativen Beigeschmack, nicht zu wissen, wie es in Zukunft weitergeht.“, erzählt Natascha Weber.  

 „Beschleunigungs-Tipp“ von Natascha Weber, um wieder motiviert an das unternehmerische Tun im eigenen Gastronomie-Betrieb heranzugehen:

„Das Wichtigste ist, nicht stehen zu bleiben. Gerade jetzt ist es an der Zeit sich weiterzuentwickeln. Wo kann ich im Gästeservice punkten? Es geht um den Wow-Effekt beim Gast und um ein starkes Team.“


Entschleunigungs-Tipp von Natascha Weber, um nach stressigen Zeiten wieder zu Ruhe zu kommen:

„In der Gastronomie bzw. im Tourismus stoßen wir das ganze Jahr über an unsere Grenzen. Man muss die Dinge und Momente, die man nicht ändern kann, einfach akzeptieren und das Beste daraus machen.“

 

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