Die Corona-Kurzarbeit Phase 4 endet am 30. Juni 2021. Für alle Betriebe, die weiterhin Bedarf am Kurzarbeitsmodell haben, wurde die Kurzarbeit in Phase 5 entwickelt. Für Betriebe die bereits Kurzarbeit in Phase 4 beantragt haben, bleibt der Zugang unverändert. Darüber hinaus wurde ein  Übergangsmodell mit reduzierter Förderhöhe entwickelt, das hier skizziert wird. 

Die Phase 4 der Corona-Kurzarbeit läuft mit Ende Juni aus, für einen Teil der heimischen Betriebe ist diese Unterstützung aber noch weiter notwendig. In intensiven Verhandlungen mit den Sozialpartnern und dem Bundesministerium für Arbeit konnte gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich eine Lösung für die besonders betroffenen Betriebe gefunden werden.

Die Eckpunkte der Corona-Kurzarbeit Phase 5 im Überblick

  • Geltungsdauer: Die untenstehenden Regeln gelten vorläufig bis Ende Juni 2022.
  • Dauer der individuellen Antragsphase: 6 Monate, das schafft Planungssicherheit.
  • Wie lange kann ein Betrieb Kurzarbeit machen: 24 Monate, unter besonderen Umständen länger. 
  • Beihilfe: Die Beihilfe reduziert sich um 15 Prozent. Sie ist damit immer noch höher als vor der Corona-Kurzarbeit.
  • Besonders betroffene Betriebe: In Betrieben mit Umsatzrückgang >50 Prozent Q3 2020 zu Q3 2019 (z. B. Luftfahrt, Kinos, Reisebüros, Nachtgastronomie) bleibt die Beihilfe bis Ende 2021 unverändert. Ebenso im Fall eines neuerlichen Lockdowns. 
  • Mindestarbeitszeit: Anhebung der Mindestarbeitszeit auf 50 Prozent. Bei besonders betroffenen Betrieben bleibt es bei 30 Prozent. Eine Unterschreitung ist bei etwaigen weiteren Lockdowns oder mit einer qualifizierten Begründung möglich.
  • Urlaub: Verpflichtender Verbrauch von 1 Woche Urlaub je 2 Monate Kurzarbeit.
  • Zugang zur Kurzarbeit: Für Betriebe, die schon in Phase 4 in Kurzarbeit waren, unverändert. Für neue Betriebe gilt ab Antragstellung eine Frist von 3 Wochen, in der sie beraten werden.

Das künftige Kurzarbeitsmodell soll laut Wirtschaftskammer stärker auf die individuelle Betroffenheit von Betrieben eingehen können. Jene, die noch im Krisenmodus sind sollen besonders unterstützt werden. Jene, die bereits auf dem Weg zur Normalität sind, sollen bis zur Vollständigen Rückkehr ebenso Unterstützung vorfinden.  

Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Wirtschaftskammer Österreich.