Andreas Rapf war der erste Mitarbeiter der SW Kanzlei und ist bereits seit dem Gründungsjahr im Unternehmen. Im Gespräch erzählt er über die Anfangsjahre bei der SW, seinen ungewöhnlichen Werdegang, das besondere an der SW Unternehmenskultur und abschließend enthüllt er, warum er in seiner Freizeit seine Freunde gerne zu einem Strategie-Brettspiel herausfordert.  

Andreas, du bist bereits seit 2014 Mitglied der SW-Familie. Erzähle uns: Wie ist es dazu gekommen?

Reiner Zufall. Ich hatte damals noch nicht von der SW gehört gehabt. Meine Bewerbung habe ich bei der Kammer für Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder hinterlegt. Doris hat die Bewerbung gesehen und mich zum Gespräch eingeladen. Ich habe sofort ein gutes Gefühl gehabt und wir haben beide schnell gemerkt, dass es passt. Ich habe davor in einer anderen Steuerberatungskanzlei gearbeitet. Dort war das Arbeitsklima kühl und distanziert bzw. so, wie man es sich üblicherweise in der Branche erwartet.

Wie hast du als „erster Mitarbeiter“ die Anfangsjahre erlebt und was hat sich bis heute verändert?

Es war am Anfang unstrukturierter. Die Struktur wurde erarbeitet, indem Prozesse kommuniziert und Dokumentationen niedergeschrieben wurden. Heute weiß jeder, was er wann zu tun hat. Wenn ich noch keine Erfahrung gehabt hätte, wäre es schwieriger gewesen. So konnte ich meine Praxiserfahrung im Bereich Buchhaltung gut einbringen und mitgestalten.

Was waren besonders herausfordernde Momente der ersten Jahre?

Am Anfang war eine Herausforderung, dass wir viele Klienten hatten, die noch nie bei einem Steuerberater waren und wir eben die kommunikative Struktur noch nicht vorliegen hatten, um die Klienten bestmöglich anzuleiten. Wir haben uns so weiterentwickelt, dass heute alles in die richtige Richtung läuft und mir persönlich geht es immer gut in der Arbeit. Ich kenne Berufskollegen, die mit Bauchschmerzen in die Arbeit gehen, weil einfach nichts passt. Das wird mir bei der SW nie passieren.

Inwiefern ist die Unternehmenskultur der SW Steuerberatung einzigartig?

Ich kann meine jetzige Arbeitssituation gut mit meinen bisherigen Arbeitserfahrungen in der Branche vergleichen. Die Hierarchien sind in der SW sehr flach. Jeder weiß, wo sein Platz ist und wo er bzw. sie steht. Das ist sehr angenehm und niemand wird darauf hingewiesen oder zurechtgewiesen. Die interne Kommunikation erfolgt auf Augenhöhe und jeder hilft jedem.

Wie würdest du die „schönen Seiten der Steuerberatung“ beschreiben?

Für mich ist es schön, Klienten weiterzuhelfen und ihren Geschäftsalltag zu erleichtern, indem wir ihnen die bürokratische und betriebswirtschaftliche Last am Weg zur korrekten Entrichtung der Steuern abnehmen können. Einige schätzen das auch sehr, bedanken sich für die Unterstützung und sind total happy. Wir sind dann keine nervigen Feinde mehr, sondern die Verbündeten.

Andreas Rapf ist seit dem Gründungsjahr Teil der SW-Familie.  

Eines deiner Lieblingszitate kommt von Hermann Hesse und lautet „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“. Wo hat dich diese Einstellung in deinem Leben bereits unterstützt (vielleicht kannst du ein Beispiel nennen)?

Für mich war das ein schönes Zitat. Zu meine Ausbildungswechsel passt es. „Experten“ haben diese immer als unmöglich eingestuft. Im Nachhinein haben sich die Wege als möglich erwiesen. Das hat schon am Ende der Hauptschule begonnen, denn da wollte ich auf die HTL wechseln und die dortigen Ausbildner haben gemeint, dass ich das kaum schaffen werde. Ebenso war es mit meiner Masterausbildung. Den Bachelor Abschluss in VWL habe ich an der Karl-Franzens-Universität gemacht. Danach habe ich mich an der Fachhochschule CAMPUS 02 für den Masterstudiengang Rechnungswesen und Controlling beworben. Dort meinte man auch, dass ich als Bachelor-Volkswirt und Absolvent der KF-Uni in der Regel wenig Chancen haben werde, den Studiengang am CAMPUS 02 erfolgreich abzuschließen. In beiden Fällen habe ich das Gegenteil bewiesen.

Die verbindenden Elemente in deiner Ausbildung sind die Technik und die Mathematik. Wie bist du in die Steuerberatung gekommen?

VWL hat mich immer sehr interessiert. Es wurde mir allerdings im Laufe des Studiums klar, dass die Berufstätigkeit in diesem Bereich stark eingeschränkt ist. Die Zahlen mussten mir bleiben, aber ich habe nach einem praxisnahen Tätigkeitsfeld gesucht. So habe ich neben dem VWL Studium begonnen am Wifi den Personalverrechner, den Buchhalter und später den Bilanzbuchhalter zu machen und in der Branche neben meinem Studium zu arbeiten.

Wie hast du den Spagat zwischen Arbeit und Studium gemeistert?

Privat war es sehr schwierig. Was ich in der Zeit gelernt habe, ist Disziplin – vor allem am CAMPUS 02.  Geblieben ist außerdem die Dankbarkeit, an all jene, die mich in dieser Zeit unterstützt haben, weil du hast im Masterstudium einfach fast keine Freizeit. Es gibt nur Arbeit und Studium.  

Beim Teamevent Anfang des Jahres in Graz. Andreas Rapf (mittig) mit Lisa Ellmeier (re) und Michael Janisch (li) sowie Doris Wagner (vorne). 

Was hättest du gerne früher gewusst, dass du heute an Berufsanwärter mit einem ähnlichen Weg weitergeben kannst?

Bei einigen meiner Berufskollegen bzw. ehemaligen Studienkollegen denke ich mir, dass sie bald im Burn-out enden werden, wenn sie so weitermachen. Es ist enorm wichtig, Disziplin aufzubringen und interessiert zu sein. Und: Man darf sich nicht in die Schranken weißen lassen oder es zu persönlich nehmen, wenn einmal etwas nicht passt. ABER: Lass dich nicht veräppeln und setze klare Grenzen. Wir machen hier einen Job, der soll dir Spaß machen und du sollst ihn gerne machen, aber die Tätigkeit ist in erster Linie dafür da, damit du dir ein schönes Leben organisieren kannst. Bei der SW bin ich in meiner Arbeitszeitgestaltung relativ flexibel. Ich komme meistens schon um 6.30 Uhr, bin aber nur bis 15 Uhr im Büro, weil ich auch leben will und Zeit haben möchte für mich und meine Hobbys.

Welchen Hobbys gehst du in deiner Freizeit nach?

Ich mache Sport u.a. Tennis und Fußball, aber lese auch gerne viel Fantasy und Science-Fiction. Da kann ich am besten abschalten. Außerdem bin ich ein Fan von komplexen Strategie-Brettspielen. Da bin ich sogar ein Unguter. Ich mag es, wenn ich meinen Gegnern gedanklich bereits in einigen Zügen voraus bin und Verwirrung stifte, sodass sie sich nicht mehr auf ihre eigene Strategie konzentrieren können.

Was zeichnet die SW bzw. Doris Wagner als Arbeitgeberin und Führungskraft aus?

Doris ist als Führungskraft eine irrsinnig fähige Person. Sie weiß, was sie tut, hat ein offenes Ohr und steht uns Mitarbeitern auch helfend zur Seite. Wenn sie einmal einen Fehler macht, was kaum vorkommt, ist sie extrem dankbar, wenn man sie darauf hinweist. Das ist der feine Unterschied. Nur wenn man so offen ist, schafft man die Exzellenz.

Mehr zum Thema „Erster Mitarbeiter“ gibt es in der SW Jubiläumszeitung nachzulesen, die im Juli erscheint.

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