Jeder Arbeitnehmer erhält mit dem Verkehrsabsetzbetrag steuerlich € 400 zur Abgeltung der Fahrkosten zum Arbeitsort. Ist der Arbeitsort besonders weit entfernt oder ist die Verfügbarkeit der Verkehrsmittel eingeschränkt, kann das kleine oder große Pendlerpauschale und der Pendlereuro gelten gemacht werden. 

Das kleine Pendlerpauschale steht jenen zu, bei denen der Arbeitsplatz ohne Rundung mindestens 20 km von der Wohnung entfernt liegt, unabhänig von der Verfügbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel. Das große Pendlerpauschale kann in Anspruch genommen werden, wenn die Entfernung zumindest 2 km vom Arbeitsort beträgt und während des Arbeitszeitraums, die Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln überwiegend unzumutbar oder nicht möglich ist.

Seit 2013 erhalten alle, die einen Anspruch auf Pendlerpauschale haben auch einen Pendlereuro. Der Pendlereuro ist ein steuerlicher Absetzbetrag. Er wird am Jahresende berechnet, indem die einfache Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit „zwei“ multipliziert wird. Testen Sie den Pendlerrechner.

Details zur Unzumutbarkeit: Der Pendlerrechner berücksichtigt bei der Ermittlung der möglichen Verkehrsmittel nur jene Varianten, in welchen der Arbeitsplatz 60 Minuten vor Arbeitsbeginn erreicht wird, bzw. 60 Minuten nach Arbeitsende auch wieder verlassen werden kann. Die allfällige Wartezeit vor Arbeitsbeginn oder nach Arbeitsende wird zur Gesamtwegzeit hinzu gerechnet. Verkehrt in diesem Intervall kein öffentliches Verkehrsmittel, ist die Benützung unzumutbar.

WICHTIG: Pendlerpauschale bleibt während Home-Office unverändert

Ein volles Pendlerpauschale steht im betreffenden Ausmaß dann zu, wenn der Arbeitnehmer im Kalendermonat an mindestens elf Tagen von der Wohnung zur Arbeitsstätte fährt. Auch für Teilzeitkräfte, die nur an einem oder an zwei Tagen pro Woche zu ihrer Arbeitsstätte fahren, besteht ein Anspruch auf Pendlerpauschale. Diese erhalten ein bzw zwei Drittel des jeweiligen Pendlerpauschales. Bei sehr langem Krankenstand und während der Karenz besteht mangels Aufwand kein Anspruch auf ein Pendlerpauschale.

Wenn allerdings aufgrund der COVID-19-Krise Kurzarbeit, Telearbeit oder Dienstverhinderung (zB Quarantäne) vorliegen und deshalb die Strecke Wohnung-Arbeitsplatz nicht mehr an jedem Arbeitstag zurückgelegt wird, wird das Pendlerpauschale im Ausmaß wie vor der COVID-19-Krise im Kalenderjahr 2020 und für Lohnzahlungszeiträume vor dem 1.4.2021 berücksichtigt. Diese Frist wird voraussichtlich bis 30.6.2021 verlängert.

So hoch ist das kleine Pendlerpauschale

Die einfache Fahrtstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist:

Kilometer monatlich jährlich
mehr als 20 km 58 € 696 €
mehr als 40 km 113 € 1.356 €
mehr als 60 km 168 € 2.016 €

So hoch ist das große Pendlerpauschale

Die schnellste Straßenverbindung ist für die Ermittlung der Wegstrecke heranzuziehen. Die einfachen Fahrtstrecke von der Wohnung zur Arbeits­stätte beträgt:

Kilometer monatlich jährlich
mehr als 2 km 31 € 372 €
mehr als 20 bis 40 km 123 € 1.476 €
mehr als 40 bis 60 km 214 € 2.568 €
mehr als 60 km 306 € 3.672 €

Details finden Sie auf der Seite des Bundeskanzleramts.